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ROT13 und die Caesar-Verschlüsselung: einfache Zeichensubstitution

Das Deutsche verwendet Buchstaben, die im Grundalphabet von ROT13 gar nicht vorkommen – ä, ö, ü und ß –, und da der Algorithmus nur A-Z/a-z verschiebt, bleiben diese Zeichen völlig unverändert: Wendet man ROT13 auf „Mädchen" an, bleibt das „ä" mitten im sonst unkenntlichen Wort exakt erhalten.

Warum Umlaute und ß die Verschiebung überstehen

Für den Algorithmus ist „ä" kein „a" mit Zusatz, sondern ein völlig eigener Unicode-Codepunkt außerhalb des Bereichs A-Z/a-z, den ROT13 kennt. Dasselbe gilt für „ö", „ü" und „ß". Das Ergebnis ist ein nur halb „verschlüsselter" Text, in dem gerade die typisch deutschen Buchstaben als lesbarer Hinweis mitten im Rest stehen bleiben.

Wie die Verschiebung selbst funktioniert

Jeder Buchstabe wird durch den ersetzt, der 13 Positionen weiter im Alphabet steht, wobei nach Z wieder bei A begonnen wird. Da 26 eine gerade Zahl ist, ist eine Verschiebung um genau 13 selbstinvers: Wendet man denselben Vorgang zweimal an, erhält man den Ausgangstext zurück – ein separater „Entschlüsselungs"-Modus ist daher unnötig.

Wo ROT13 heute noch genutzt wird

  • Spoiler oder Rätsellösungen in Foren wie Reddit verstecken, wo die Technik populär wurde.
  • Lehrbeispiele zur Erklärung von Substitutionschiffren.
  • Leichte Textverschleierung, bei der das Ziel ist, nicht sofort lesbar zu sein – nicht echter Schutz.

Warum das keine Sicherheit ist

ROT13 verwendet keinen Schlüssel – die Verschiebung ist fest und öffentlich bekannt, sodass sie jeder ohne Berechnung sofort umkehren kann. Für echten Schutz von Passwörtern oder vertraulichen Nachrichten braucht es ein Verfahren mit Schlüssel, etwa AES.

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