Elisabeth II., Ludwig XIV., Wilhelm II. — im Deutschen folgt auf eine römische Zahl bei Herrschernamen immer ein Punkt, anders als im Englischen oder Französischen: „Karl V." und nicht „Karl V", eine kleine, aber im Deutschen verbindliche typografische Regel.
Sieben Grundsymbole
I = 1, V = 5, X = 10, L = 50, C = 100, D = 500, M = 1000. Eine Zahl wird überwiegend durch Addition dieser Symbole von links nach rechts gebildet: VII = 5 + 1 + 1 = 7.
Die Subtraktionsregel: warum IV statt IIII
Steht ein Symbol mit kleinerem Wert vor einem mit größerem Wert, wird es subtrahiert: IV = 5 − 1 = 4, nicht 6. Auf vielen klassischen Uhrenzifferblättern steht für die 4 aber bis heute IIII statt IV — kein Fehler, sondern eine alte Konvention der Uhrmacher für die optische Symmetrie mit der VIII auf der gegenüberliegenden Seite des Zifferblatts.
Warum dieses System keine Null hat
Römische Zahlen wurden zum Zählen und Aufzeichnen konkreter Mengen von Gegenständen entwickelt, nicht für abstrakte mathematische Operationen — das Konzept der Null als eigenständige Zahl war kein Teil dieser praktischen Schreibtradition.
Wofür man das braucht
- Herausfinden, welcher Herrscher gemeint ist, etwa Friedrich II. oder Otto III.
- Eine Nummerierung korrekt formatieren, zum Beispiel für Zifferblätter oder offizielle Dokumente.
- Code, der Zahlen in römische Notation umwandelt, gegen Grenzfälle testen.
Wie Zahlen über 3999 früher geschrieben wurden
Die Standardnotation ohne besondere Kennzeichnung ist auf 3999 (MMMCMXCIX) begrenzt, aber historisch wurde für größere Zahlen ein Strich (Vinculum) über einem Symbol gezogen, der dessen Wert mit 1000 multiplizierte — zum Beispiel bedeutete ein überstrichenes X 10.000. Diese Notation kommt selten vor und ist kein Teil des modernen gebräuchlichen Standards, daher unterstützen die meisten Umrechner für römische Zahlen, auch dieser, sie in der Regel nicht.